Festmutterbitten

Freiw. Feuerwehr hatte viele Prüfungen zu bestehen

Am Samstag, den 14. Oktober 2000 trafen sich die 21 Männer des Festausschusses der FFW Wallerfing um 19.00 Uhr bei Tilly Maidl um die Übernahme des Festmutteramtes zu erbitten.

Nachdem alle von Tilly (Ottilie) und Hans Maidl herzlich willkommen geheißen worden waren, stellten sich die Vorstandschaft, die Kommandanten und der Bürgermeister säuberlich in einer Reihe auf und Max Frank trug in Versform die offizielle Bitte an Tilly Maidl heran, das Amt der Festmutter zu übernehmen. Tilly Maidl sagte zwar ihre grundsätzliche Bereitschaft zu, aber vorher müssten noch ihre Forderungen erfüllt werden. Den zwei Kommandanten und den zwei Vorständen schwante Übles, als Hans Maidl ein fein säuberlich gespitztes Holzscheit hereintrug und die Küchenhelferinnen eine heiße und scharf gewürzte Nudelsuppe brachten, die als erstes mit Kuchengabeln geleert und ausgetrunken werden musste. Ohne viel Worte zu verlieren stürzten sich die vier auf die erste Aufgabe und verschlangen die Suppe ohne viel Federlesens.

Als nächstes mussten sie zeigen, wie sie auch ohne Wasser einen Kerzenbrand löschen konnten. Diese Aufgabe war aber nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, denn die kleinen Geburtstagskerzen brannten nach dem Ausblasen wieder sehr schnell hell auf. Die vier ließen sich aber nicht entmutigen und hatten tatsächlich nach etwa 5 Minuten alle Kerzen ausgeblasen.

Noch völlig außer Atem bereitete ihnen die nächste Aufgabe keine Probleme, denn der dargebotene Schnaps löschte eher ihren mittlerweile aufgekommenen Durst.Als letzte Aufgabe mußten die vier noch einen Wissenstest über die Geschichte der FFW Wallerfing bestehen. Obwohl sie auf diese Aufgabe nicht vorbereitet waren, zeigten sie sich bestens informiert und konnten 7 der 10 Fragen richtig beantworten.

Nachdem nun die Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit der Festmutter erfüllt worden waren sagte Tilly Maidl: „Ihr habt jetzt eure Aufgabe erfüllt und ich werde meine Aufgabe nächstes Jahr erfüllen.“

Als Dank für die Zusage überreichte Max Frank ein Hinterglasbild des Hl. Florian so wie einen Blumenstrauß an die Festmutter Tilly Maidl.

Anschließend servierte Familie Maidl einen selbstgemachten Rollbraten mit Knödeln und Salat sowie Kaffee und leckere Kuchen. Erst zu später Stunde verließen die Bittsteller die Festmutter und dankten vielmals für ihre Zusage und den schönen Abend.